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Homeoffice bundesweit im Rückgang

Wie das DIW Berlin meldet, arbeiteten im Jahr 2012 fast fünf Millionen Menschen von ihrem Heim aus. Das „Homeoffice” ist in Deutschland weniger beliebt als in der restlichen EU: mit 4,7 Millionen Erwerbstätigen gehen 800.000 Menschen weniger als 2008 ihrer Tätigkeit von zuhause aus nach. Erklärungen für Rückgang und geringere Popularität fehlen; Unterschiede in Akzeptanz wie Arbeitsbedingungen und auch eine möglicherweise weiträumige Verfügbarkeit von Angeboten zum Zeitwohnen (möblierte Wohnungen, „Wohnen auf Zeit”) sind Erklärungsversuche. Hochqualifizierte zieht es am stärksten ins Homeoffice – Lehrer stellen ein Viertel der neuen Heimarbeiter.

Homeoffice für Hochqualifizierte und Selbständige

Das Gros der im Homeoffice Arbeitenden besteht aus hochqualifizierten Arbeitnehmern und Selbständigen. Die Studie verwendet Daten der EU und des Mikrozensus. Als Heimarbeiter gilt, wer „überwiegend (zu mehr als 50 Prozent)” von zuhause aus arbeitet. Den größten Anteil bilden die „Ein-Mann-Unternehmen” mit 1,3 Millionen; allerdings stellt die Studie auch hier einen Rückgang fest – entgegen dem europäischen Trend.

Beruf entscheidender Faktor

Der entscheidende Faktor bei der Entscheidung zum Arbeiten von zuhause ist offensichtlich der Beruf – so die Studie. 25 Prozent aller Heimarbeiter sind Lehrer; insgesamt bringen es Beamte und Öffentlicher Dienst auf fast die Hälfte. Arbeiter sind nur mit einem Prozent vertreten.

Übrigens: weder das Alter noch das Geschlecht scheinen eine Rolle bei der Entscheidung zum Homeoffice zu spielen.

Akademiker stellen drei von fünf Heimarbeitern

Ein Viertel der Akademiker nutzt ein Homeoffice vorwiegend oder teilweise, drei von fünf Heimarbeitern sind Hochschulabsolventen und die Berufsbezeichnungen sind Manager, Publizist, Jurist, Ingenieur oder Wissenschaftler (Geist, Natur). Heimarbeiter ohne Berufsabschluss machen mit drei Prozent den kleinsten Anteil aus.

Klassische Heimarbeit anders als moderne Heimarbeit

Tatsächlich hat der Begriff „Heimarbeit” einen Bedeutungswandel durchlaufen. Die klassische Heimarbeit versammelte sozusagen die gesamte Familie um einen Tisch, wo sie „Sachen gestrickt, gehäkelt oder zusammengebaut hat”. Dabei handelte es sich um „Jobs, bei denen die Erwerbstätigen ausschließlich zu Hause arbeiteten, ihren Beitrag zu einem zerlegten Arbeitsprozess leisteten oder sogar fertige Waren herstellten und eine Bezahlung je erbrachter Arbeitseinheit erhielten.” (DIW Arbeitsmarktexperte Karl Brenke, Autor der Studie)

Förderung der Heimarbeit

Zur besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Familie soll der „Anwesenheitswahn” beendet werden. Die Bundesarbeitsministerin fordert eine „neue Arbeitskultur” für Deutschland. Vor einer Förderung der Heimarbeit, die gegenwärtig „sozial besser Gestellte” erreichen würde, verlangt Karl Brenke die Beantwortung aller offenen Fragen:

Warum gibt es in Deutschland heute nicht mehr Heimarbeiter als vor 20 Jahren?Warum gehen die Zahlen der Heimarbeiter seit 2008 zurück?Warum ist Heimarbeit in Deutschland weniger verbreitet als in den anderen europäischen Staaten?

Brenke: „Erst dann könnten Initiativen zur Förderung der Heimarbeit entwickelt werden, um auf diese Weise Beruf und Familie besser in Einklang zu bringen.”

Homeoffice in der EU beliebter als in Deutschland

Nicht nur ist die Heimarbeit in der EU beliebter als in Deutschland sondern diese nimmt EU-weit auch noch zu. Deutschland befindet sich im unteren Mittelfeld. Eine eindeutige Erklärung hierfür gibt es nicht, denn trotz aller Unterschiede „dürfte sich die Berufsstruktur [in Deutschland] nur wenig von Ländern wie der Schweiz oder Schweden unterscheiden” (Brenke). Eine möglicherweise höhere Akzeptanz oder bessere Arbeitsbedingungen für Heimarbeit sind weitere Erklärungsversuche.

Möglicherweise spielt auch die weiträumige Verfügbarkeit von „Wohnen-auf-Zeit”-Angeboten eine Rolle. Große Unternehmen bestehen verstärkt auf räumlicher Nähe, so dass Projektmitarbeiter (IT-Spezialisten, Unternehmensberater, Rechtsberatung) direkt und vor Ort ansprechbar sein müssen – hier greift man zurück auf Zeitwohnen und die kurzfristige Verfügbarkeit möblierter Wohnungen.